Chronik

des Geschäftshauses

Gerlichstrasse 2,

93049 Regensburg

 

 

 

 

Ab dem Jahre 1955 wurde der innere Westen der Stadt zwischen Stadtpark und dem Krankenhaus der Barmherzigen Brüder (Lohgraben) zur Wohnbebauung erschlossen.

 

Um eine Nahversorgung mit einem Lebensmittelvollsortiment zu ermöglichen, bot sich an der exponierten Straßengabelung Schillerstraße – Gerlichstraße der Bau eines ebenerdiges Geschäftshauses an. Die damalige rasante Entwicklung der Vertriebsformen im Handel verzichtete auf kleinteilige Brancheneinheiten. Als Folge davon entstand hier der erste mittelständische Selbstbedienungsladen in Regensburg, der dann von 1955 bis 1976 betrieben wurde.

 

Das Grundkonzept des Baukörpers orientiert sich an der Rundführung entlang der beiden Straßen und an der südlichen Freifläche. Absicht war, ein transparentes Gebäude mit großen Glasflächen zu konzipieren, gestützt von Betonsäulen und Ziegelmauerwerk an der Nordseite und teilweise im Osten an der Schillerstraße.

 

Dominiert wird der Baukörper durch das bis zu vier Meter auskragende Flachdach im Süden und bis zu 1,5m an den Straßenseiten. Die Flachdachkonstruktion prägt den offenen und freien Standort, wobei der lichte Baukörper sich behutsam und doch belebend in das Straßenbild einfügt. Das Gebäude gilt heutzutage als ein „Klassiker“ der Architektur der 1950er Jahre, wie er kein weiteres mal in Regensburg vorgefunden wird. Architekt war Jakob L. Oberberger in Regensburg. Die Tragwerksplanung erstellte das Ing.-Büro Metzger und Kölbl, Regensburg.

 

Im September 1976 wurde dann zum ersten Mal ein italienisches Restaurant in das Gebäude integriert – das LA GONDOLA.

Es war damals eines der ersten und größten Pizzerien in Regensburg. Seit diesem Zeitpunkt wird das La Gondola ununterbrochen in diesen Räumen betrieben.